Wer bei LivEye an innovative Sicherheitslösungen denkt, hat meist unsere Kameratürme, KI-gestützte Videoanalyse oder unsere Kunden-App vor Augen. Doch hinter all diesen Technologien steckt eine Softwarelandschaft, die dafür sorgt, dass alles reibungslos zusammenarbeitet. Verantwortlich dafür ist unter anderem Andreas Koster, Team Lead Software Development Core.
Im Interview gibt Andreas spannende Einblicke in seinen Arbeitsalltag, die Entwicklung unserer Plattformen und die Herausforderungen moderner Softwareentwicklung.
Das digitale Rückgrat von LivEye
Andreas ist seit Sommer 2023 im Unternehmen und seit August 2025 Team Lead im Bereich Software Development Core. Gemeinsam mit seinem Team entwickelt und betreut er die zentralen Anwendungen von LivEye wie den Workspace, die Kunden-App und verschiedene interne Tools und Schnittstellen.
„Mit dem Workspace entwickeln wir eine zentrale Arbeitsplattform für LivEye. Dort laufen wichtige Informationen, Prozesse und Werkzeuge zusammen, die unsere tägliche Arbeit effizienter machen.“
Die Nähe zum operativen Geschäft macht die Arbeit für Andreas besonders spannend. Software wird bei LivEye immer zentraler: Sie unterstützt nicht nur einzelne Abläufe, sondern verbindet zunehmend unterschiedliche Bereiche, Systeme und Prozesse miteinander. Neue Funktionen werden nicht isoliert entwickelt, sondern früh mit der Praxis abgeglichen, getestet und kontinuierlich weiter verbessert. Feedback aus den Fachbereichen fließt unmittelbar in die Weiterentwicklung ein.
Ein besonderer Vorteil bei LivEye ist dabei die eigene Softwareentwicklung im Haus. Da das Core-Team eng mit den Fachbereichen und Kunden zusammenarbeitet, können neue Anforderungen schnell aufgenommen, getestet und umgesetzt werden. Statt auf externe Anbieter oder Standardlösungen angewiesen zu sein, entwickelt LivEye viele Anwendungen selbst und kann dadurch flexibel auf Kundenwünsche reagieren.
„Wenn Kunden neue Anforderungen haben oder sich Prozesse verändern, können wir Lösungen oft sehr schnell entwickeln, testen und weiter optimieren. Diese Flexibilität ist ein großer Vorteil, gerade weil der Funktionsumfang unserer Softwareplattformen kontinuierlich wächst.“
Von der Idee zur Lösung
Wie entsteht eigentlich eine neue Funktion bei LivEye?
Der Weg beginnt meist mit einer Idee: sei es vom Kunden oder direkt aus dem Unternehmen. Gemeinsam mit den Verantwortlichen werden Anforderungen definiert, Ziele festgelegt und der Nutzen bewertet. Anschließend erstellt das Team erste Konzepte, stimmt diese mit den Beteiligten ab und entwickelt daraus eine passende technische Lösung.
„Wir legen großen Wert darauf, früh Feedback einzuholen. So stellen wir sicher, dass die Lösung am Ende wirklich den Bedarf trifft.“
Auf dieser Basis beginnt die eigentliche Entwicklung. Nach Umsetzung, Tests, Reviews und weiteren Anpassungen wird die neue Funktion schließlich produktiv eingesetzt. Dabei achten wir nicht nur auf die reine Funktionalität, sondern auch auf Wartbarkeit, Sicherheit und einen stabilen Betrieb.
Software, die mit dem Unternehmen wächst
Bei LivEye spielen Themen wie Verfügbarkeit, Skalierbarkeit, Performance und Zuverlässigkeit eine zentrale Rolle. Schließlich müssen die Systeme nicht nur heute funktionieren, sondern auch mit dem Wachstum des Unternehmens Schritt halten. Je mehr Prozesse über Software abgebildet werden, desto wichtiger wird eine stabile technische Grundlage.
Deshalb beschäftigt sich das Core-Team nicht nur mit der Entwicklung neuer Funktionen, sondern auch mit der Architektur dahinter. Ziel ist es, Anwendungen langfristig erweiterbar, performant und stabil zu gestalten. Neue Funktionen sollen sich sinnvoll in bestehende Plattformen integrieren lassen, ohne Verfügbarkeit oder Wartbarkeit zu beeinträchtigen.
„Gute Software entsteht nicht nur durch neue Features. Sie muss zuverlässig verfügbar sein, mit dem Unternehmen skalieren und auch in Zukunft sicher weiterentwickelt werden können.“
Sicherheit beginnt im Code
Neben Verfügbarkeit und Skalierbarkeit spielt auch Code Security eine wichtige Rolle in der täglichen Entwicklungsarbeit. Für Andreas bedeutet das, Sicherheit nicht erst am Ende eines Projekts zu betrachten, sondern bereits während der Entwicklung mitzudenken.
„Sicherheit beginnt für uns nicht erst beim fertigen Produkt, sondern schon im Code. Wir müssen verstehen, welche Auswirkungen technische Entscheidungen haben, zum Beispiel bei Berechtigungen, Datenflüssen, Schnittstellen oder Abhängigkeiten.“
Dazu gehören unter anderem saubere Reviews, nachvollziehbare Änderungen und ein bewusster Umgang mit externen Bibliotheken und Schnittstellen. Gerade weil Software bei LivEye immer zentraler wird, ist es wichtig, dass neue Funktionen nicht nur schnell entstehen, sondern auch sicher, stabil und langfristig wartbar bleiben.
KI als Werkzeug – nicht als Ersatz
KI-Tools spielen in der Softwareentwicklung eine zunehmend wichtige Rolle. Auch Andreas und sein Team nutzen KI-Unterstützung beispielsweise für Recherchen, Analysen oder bei der Entwicklung von Software. Dennoch sieht er den verantwortungsvollen Umgang mit KI als eine der wichtigsten Herausforderungen der Branche.
„KI kann vieles beschleunigen und im Entwicklungsalltag sehr hilfreich sein. Sie ersetzt aber nicht das Verständnis für Prozesse, Architektur und Geschäftslogik. Am Ende müssen wir weiterhin verstehen und verantworten, was umgesetzt wird.“
Gerade deshalb sei es wichtig, KI als Werkzeug zu betrachten und nicht als Ersatz für fachliches Know-how. Insbesondere bei sicherheitsrelevanten oder geschäftskritischen Anwendungen bleibt eine sorgfältige technische Prüfung unverzichtbar.
Die Zukunft: Mehr Automatisierung, mehr Effizienz
Für die kommenden Jahre sieht Andreas großes Potenzial in der weiteren Automatisierung von Prozessen. Ziel ist es, wiederkehrende Aufgaben zunehmend vom System selbst übernehmen zu lassen und Mitarbeitende gezielt zu entlasten.
Ein wichtiger Schwerpunkt liegt dabei auf der Weiterentwicklung des Workspaces und der Digitalisierung interner Abläufe. Je stärker LivEye wächst, desto wichtiger werden intelligente Prozesse, die Transparenz schaffen und Abläufe effizient unterstützen.
„Unsere Aufgabe ist es, Software zu entwickeln, die mit dem Unternehmen mitwächst: verfügbar, skalierbar, sicher und nah an den Anforderungen der Nutzer.“

