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Kritische Infrastruktur Solarpark: Wie Sicherheit, Energiewende und Investitionsschutz zusammenhängen

24. Februar 2026 | Lesezeit: 3 Minuten

Interview mit Michael Bals, Key Account Manager Solar bei LivEye

Michael, du bist seit über einem Jahr bei LivEye und für die Solarbranche zuständig. Was fasziniert dich an diesem Markt?

Die Solarbranche ist unglaublich vielseitig. Kein Projekt gleicht dem anderen: jedes Gelände, jede Topografie, jede Zuwegung bringt neue Herausforderungen. Was auf dem Plan wie eine einfache, flache Fläche aussieht, entpuppt sich vor Ort oft als komplexe Landschaft mit Höhenunterschieden, Erhebungen und Zugängen. Genau deshalb sind Vor-Ort-Termine so wichtig: Nur dort erkennt man, welches Sicherheitskonzept wirklich sinnvoll ist.

Diese Vielfalt macht den Markt so spannend. Gleichzeitig trägt die Branche eine enorme Verantwortung, denn Solarparks sind ein zentraler Baustein der Energiewende. Wer hier arbeitet, arbeitet nicht nur an Technik, sondern an der Zukunft unserer Energieversorgung.

Warum ist Sicherheit in Solarparks heute ein so großes Thema?

Weil sich die Realität massiv verändert hat. Diebstahl und organisierte Kriminalität nehmen stark zu. Besonders Kupferkabel, Wechselrichter und technische Komponenten stehen im Fokus der Täter. Solarparks liegen oft frei zugänglich auf großen Flächen und ohne Schutz kann dort im Grunde jeder einfach hineingehen.

Deshalb sage ich ganz klar: Solarparks sind kritische Infrastruktur. Selbst ein kleiner
1-Megawatt-Park ist wichtig für das Stromnetz. Wenn diese Anlagen nicht geschützt werden, gefährden wir nicht nur einzelne Betreiber, sondern die gesamte Energieversorgung.

Solarpark-Michael

Welche Fehler oder Missverständnisse begegnen dir bei Betreibern und Versicherungen am häufigsten?

Ein häufiger Fehler ist die Vorstellung, man müsse eine Anlage „vollflächig“ überwachen. In der Praxis kommt ein Täter aber immer über den Perimeter, also über die Außengrenzen des Geländes. Niemand kommt durch den Boden oder per Hubschrauber.

Viele Anforderungen, die Versicherungen stellen, basieren auf veralteten oder ungenauen Lastenheften. Hier ist Aufklärung wichtig. Bei LivEye analysieren wir genau, wo Risiken entstehen, und bauen das System darum herum. Das Ergebnis ist eine deutlich effektivere und wirtschaftlichere Absicherung.

Ab wann lohnt sich Videoüberwachung und wie läuft ein typisches LivEye-Projekt ab?

Technisch ist Videoüberwachung auch bei kleinen Parks möglich. Wirtschaftlich sinnvoll wird sie spätestens ab etwa einem Megawatt, also ungefähr einem Hektar Fläche. Aber auch kleinere Bürgerparks werden inzwischen regelmäßig angegriffen – wir sehen das leider immer öfter.

Ein LivEye-Projekt beginnt meist mit einer Anfrage und einer Visualisierung. Der Kunde sieht genau, wo welche Systeme stehen müssen. Danach planen wir die Bauphasenabsicherung, meist mit unseren autarken Pro-Solar-Systemen und direkt im Anschluss die dauerhafte Lösung für den späteren Betrieb. Hier kommt dann auch oft das LivEye OnePlus zum Einsatz. Installation, Konfiguration, Aufschaltung auf die Leitstelle – alles kommt aus einer Hand.

Welche technologischen Vorteile bietet LivEye gegenüber dem Wettbewerb?

LivEye ist aktuell der einzige Anbieter, der echte Perimeter-Absicherung und dauerhafte Überwachung in dieser Form kombiniert. Unsere Systeme erkennen Bewegungen auf bis zu 200 Meter Entfernung, viele Wettbewerber kommen gerade einmal auf 80 oder 100 Meter. Das bedeutet: Wir benötigen weniger Hardware, um größere Flächen zuverlässig zu sichern.

Zusätzlich arbeiten wir mit Thermalkameras, intelligenter Detektion, PTZ-Verfolgung und KI-basierter Alarmfilterung. Dadurch bekommt unsere Leitstelle fast nur echte Ereignisse, Falschalarme durch Tiere, Regen oder flatternde Planen werden minimiert. Die Kombination mit Thermalkameras bietet einen Distanzvorteil bis zu zweimal 400 Meter pro System. Das macht den Unterschied zwischen reiner Überwachung und echter Sicherheit.

Warum ist Videoüberwachung für Solarparks kein Kostenfaktor, sondern Investitionsschutz?

Weil Solarparks langfristige Investments sind – oft die Altersvorsorge der Betreiber. Wer seine Anlage nicht schützt, riskiert nicht nur Technik, sondern seine zukünftigen Erträge.

Mit LivEye sichern Betreiber ihre Investition ab, reduzieren Risiken und erhalten häufig bessere Versicherungsbedingungen. Das Ziel ist nicht, den Park zu betreiben, um die Überwachung zu bezahlen, sondern ihn so zu schützen, dass er dauerhaft Erträge liefert. Genau deshalb ist professionelle Videoüberwachung kein Kostenfaktor, sondern ein elementarer Teil des Investitionsschutzes.

Christine Mildenberger

Christine Mildenberger

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