SWR Dreh - Kritische Infrastruktur

Bedrohungen für Energieversorger: LivEye im SWR-Beitrag zu Kritischen Infrastrukturen

21. Januar 2026 | Lesezeit: 3 Minuten

Am 15. Januar 2026 griff die Sendereihe Zur Sache! Rheinland-Pfalz im SWR das hochaktuelle Thema „Bedrohungen von Energieversorgern“ auf. Im Rahmen der Berichterstattung war ein Filmteam zu Gast bei LivEye in Föhren, um die zunehmenden Risiken für Kritische Infrastrukturen einzuordnen und praxisnahe Lösungsansätze aufzuzeigen.

Dreharbeiten im Solarpark: Realität statt Theorie

Gemeinsam mit dem SWR-Filmteam besuchten Andreas Schmitz, Resilienzmanager für Kritische Infrastrukturen bei LivEye, sowie Parkwacht Elmar Müsch einen Solarpark in Leiwen/Detzem an der Mosel. Der Standort war im November 2025 Ziel eines gezielten Angriffs, bei dem rund 63 Kilometer Kabel entwendet wurden.

Der Vorfall verdeutlicht exemplarisch die aktuelle Bedrohungslage: Solarparks sind großflächig, häufig frei zugänglich und enthalten hochwertige technische Komponenten. Gleichzeitig steigt der Professionalisierungsgrad organisierter Tätergruppen. Angriffe dieser Art verursachen nicht nur erhebliche wirtschaftliche Schäden, sondern haben auch direkte Auswirkungen auf die Stabilität der Energieversorgung.

SWR Dreh Solarpark - kritische Infrastruktur

Solarparks als Teil Kritischer Infrastruktur

Solarparks sind längst mehr als reine Energieerzeugungsanlagen. Sie sind ein zentraler Bestandteil der Energiewende und damit auch ein relevanter Teil der Kritischen Infrastruktur. Selbst vergleichsweise kleine Anlagen leisten einen wichtigen Beitrag zur Netzstabilität. Entsprechend hoch ist der Schutzbedarf – sowohl aus Sicht der Betreiber als auch aus gesamtgesellschaftlicher Perspektive.

Der SWR-Beitrag ordnet diese Zusammenhänge sachlich ein und macht deutlich, dass klassische Sicherungsansätze häufig nicht mehr ausreichen. Gefragt sind flexible, skalierbare und praxisnahe Sicherheitskonzepte, die sich an realen Bedrohungsszenarien orientieren.

Einblick in die Leitstelle von LivEye

Neben den Außenaufnahmen im Solarpark begleiteten die Dreharbeiten auch den Besuch in der hausinternen 24/7 besetzen Leitstelle LivEye. Hier werden eingehende Alarmmeldungen europaweit rund um die Uhr entgegengenommen, bewertet und koordiniert.

Der Beitrag zeigt eindrücklich, wie moderne Videosicherheitslösungen in Kombination mit geschultem Leitstellenpersonal funktionieren:
Nicht jede Bewegung ist ein Alarm – entscheidend ist die qualifizierte Bewertung, um echte Bedrohungen von Fehlalarmen zu trennen und im Ernstfall schnell und zielgerichtet zu reagieren. Genau hier liegt ein zentraler Baustein wirksamer Resilienz.

Erkenntnisse aus Krisenlagen: Resilienz braucht Vorbereitung

Der SWR-Beitrag ermöglicht eine sachliche Einordnung der aktuellen Bedrohungslage für Betreiber Kritischer Infrastrukturen. Gleichzeitig werden konkrete Lösungsansätze aufgezeigt, etwa durch den Einsatz mobiler Videosicherheitslösungen, die flexibel, schnell und bedarfsgerecht eingesetzt werden können – sowohl in der Bauphase als auch im laufenden Betrieb.

Ebenfalls thematisiert wurde die Beteiligung von Andreas Schmitz an der Lagefeststellung zum flächigen Stromausfall in Berlin. Die dort gewonnenen Erkenntnisse liefern wichtige Impulse für Resilienz, Krisenmanagement und operative Vorsorge. Sie unterstreichen, wie entscheidend belastbare Lagebilder, funktionierende Kommunikationswege und vorbereitete Entscheidungsstrukturen sind: nicht erst im Krisenfall, sondern bereits in der Prävention.

SWR Dreh Solarpark - kritische Infrastruktur, Andreas Schmitz
Andreas Schmitz im Interview mit dem SWR-Drehteam

Medienverantwortung und gesellschaftliche Resilienz

LivEye bedankt sich ausdrücklich beim gesamten SWR-Filmteam für den professionellen Austausch, den Besuch vor Ort und die sorgfältige journalistische Aufbereitung eines sicherheitsrelevanten Themas.

Öffentlich-rechtliche Medien leisten einen wichtigen Beitrag, indem sie nicht nur auf Risiken und Bedrohungen hinweisen, sondern auch konkrete Lösungsansätze und präventive Maßnahmen sichtbar machen. Nur so kann ein fundiertes Bewusstsein für die Schutzbedarfe Kritischer Infrastrukturen entstehen – bei Betreibern, Entscheidern und in der Öffentlichkeit.

Denn eines ist klar: Gesellschaftliche Resilienz entsteht nicht im Ernstfall, sondern durch vorausschauende Planung, realistische Sicherheitskonzepte und das Zusammenspiel von Technik, Organisation und Menschen.

Hier geht es zum SWR-Beitrag in der Mediathek:
Zur Sache Rheinland-Pfalz vom 15.01.2026 – hier anschauen

SWR Dreh Solarpark - kritische Infrastruktur
Christine Mildenberger

Christine Mildenberger

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